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Sushi mit ganz kleinem Restrisiko

Dieser Eintrag stammt von Fritz Gempel Am 29.3.2011 @ 16:12 In Strategie, Sonstiges | 1 Kommentar

Wildschweinfleisch aus Süddeutschland ist häufig radioaktiv belastet. Nicht wegen Fukushima 2011, sondern wegen Tschernobyl 1986. Und die Strahlenbelastung des Meerwassers vor Japan liegt 10-millionenfach über dem Grenzwert. Aber nein: Tags drauf wurde die Meldung als Fehler bezeichnet, die Strahlenbelastung betrage nur das 100.000-fache des Grenzwerts. Na, dann ist noch mal alles gut gegangen. Dann hat Sushi doch nur ein ganz kleines Restrisiko. Für wir blöd hält man uns eigentlich?

Der Mensch berechnet “größte anzunehmende Unfälle”, doch die Unfälle kommen dann doch noch schlimmer als schlimmstmöglich anzunehmen war. Die Atomkraft-Befürworter von gestern lernen heute die neue Botschaft: Raus aus nicht kalkulierbaren Risiken! Raus aus den Hochrisiko-Technologien! Raus aus der Atomkraft! Und vorausschauend kann man diesem Appell hinzufügen: Raus aus der Gentechnologie, denn wir wollen die größtmöglichen Unfälle hier gar nicht erst abwarten.

Die Zukunft der Energiewirtschaft wie der Nahrungsmittelwirtschaft hat einen gemeinsamen Nenner und der heißt: Regionalisierung und Personalisierung. Wo in regionalen Kreisläufen Lebensmittel produziert werden oder Energie gewonnen wird, werden auch Risiken minimiert. Und in regionalen Kreisläufen gilt stärker als in den arbeitsteiligen globalen Märkten das Prinzip der persönlichen Verantwortung von mittelständischen Unternehmen - egal, ob Sie nun Fleisch oder Energie produzieren.


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