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- 14.4.2012: Mehr Platz für das Steak!
- 12.3.2012: Delegieren, leicht gelernt
- 14.2.2012: Tierschutz – das neue „Bio“
- 13.1.2012: Information oder Spekulation
- 19.10.2011: Machen wir es wie die IG Metall!
- 8.8.2011: Arbeit fressen Seele auf
- 5.7.2011: Demografie wirkt wie einst die Pest
- 31.5.2011: Kaufen Sie ein Elektroauto!
- 18.5.2011: Begeistern wie John F. Kennedy
- 5.5.2011: Gemeinschaftsschule schafft bessere Lehrlinge
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Archive für Januar 2010
Olivenölschulung
26.1.2010 von Fritz Gempel.
Neulich besuchte ich mit einer Erfa-Gruppe aus dem Fleischerhandwerk einen der innovativsten Edeka-Märkte in Deutschland: Den „Markt der Generationen“ des Kaufmanns Marco Trabold in Würzburg. Vieles ist hier einfach ein Stück weiter gedacht: Von den Hinweisschildern in Blindenschrift, bereitgestellten Rollatoren oder den Einkaufswägen mit integrierter Lupe angefangen, bis zu personalaufwändiger Fachberatung durch den „Bio-Mann“ im Obstbereich und einem Sommelier in der Weinabteilung. .Da verkaufen gelernte Köche hinter der Fleischtheke, weil Trabold weiß „nur wer kochen kann, kann auch Fleisch verkaufen“. Wie ernst es erfolgreiche Lebensmittelhändler mit der innerbetrieblichen Schulung von Mitarbeitern nehmen, zeigte auch die kürzlich abgehaltene Olivenölschulung. Dabei wurde den Verkäuferinnen und Verkäufern erklärt, welches der 60 angebotenen Olivenöle welche Eigenschaften aufweist und es wurde verkostet, wie diese Unterschiede geschmacklich erfahrbar sind. Die Geschichte von der Olivenölschulung macht deutlich, dass innerbetriebliche Weiterbildung vor allem einen Transfer erfordert: Das Wissen, das in einem bestimmten Kopf schon vorhanden ist (meist ist das der Kopf des Chefs oder der Chefin) muss in viele andere Köpfe hinein. Wenn im Ergebnis jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Hälfte des Wissens von Chef oder Chefin aufnimmt, dann haben alle gewonnen.
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Mit zwei Euro in der Hauptstadt
8.1.2010 von Fritz Gempel.
Mit zwei Euro in der Hauptstadt kommt man nicht weit. Es reicht selten, um einen Cappuccino zu trinken. Aber es reicht, um in einer Filiale einer Berliner Supermarktkette ein Kilo Schweinenacken zu kaufen. Konkret: 1,99 EUR für ein Kilo Schweinefleisch! Das Kilo Hundefutter kostet ein Mehrfaches. Es ist schon eine Schande! Aber sich schämen ändert auch nichts. Was machen da die Berliner Fleischerfachgeschäfte? Ein gutes Drittel aller Fleischer in Berlin firmiert als Neuland-Fleischer. Unter den 20 Berliner Neuland-Fleischern sind viele renommierte Namen der Fleischerbranche. Hinter Neuland steht u. a. der BUND und der Deutsche Tierschutzbund. Zum Fleisch gibt es da viel Naturschutz und Tierschutz, Glaubwürdigkeit und Fairness, ein gutes Gewissen und ein hohes Maß an Kontrolle. Allerdings kostet der Schweinenacken jetzt das Vier- bis Fünffache des Supermarkt-Knüllers.
Das Beispiel zeigt deutlich: Das Nahrungsmittelhandwerk verwirklicht erstens die teuerste Produktionsform, nämlich Kleinstmengenfertigung eines großen Sortiments und das täglich frisch. Das Nahrungsmittelhandwerk verwirklicht zweitens die teuerste Vertriebsform, nämlich den beratungsintensiven Bedienverkauf. Der Preiswettkampf mit den Billiganbietern kann da nie gewonnen werden. In der Qualitätsführerschaft geht es immer mehr um Werte, wie sie das Markenfleischprogramm Neuland (www.neuland.de) oder viele bäuerlich-handwerkliche-regionale Initiativen zeigen. Die Konsumenten wollen den Sinn des Ganzen erkennen, und nicht nur billig einkaufen. Mit „billig“ wurden die Verbraucher schon zu oft verarscht! Irgendwie werden dabei altmodisch gewähnte Werte wieder ganz aktuell. Der Deutsche Fleischer-Verband hat das mit seinem neuen Fernsehwerbespot (www.fleischerhandwerk.de) auf den Punkt gebracht. Es geht um Heimat, echtes Handwerk und faire Preise. Gut so!
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