Archive für 26.1.2010

Olivenölschulung

Neulich besuchte ich mit einer Erfa-Gruppe aus dem Fleischerhandwerk einen der innovativsten Edeka-Märkte in Deutschland: Den „Markt der Generationen“ des Kaufmanns Marco Trabold in Würzburg. Vieles ist hier einfach ein Stück weiter gedacht: Von den Hinweisschildern in Blindenschrift, bereitgestellten Rollatoren oder den Einkaufswägen mit integrierter Lupe angefangen, bis zu personalaufwändiger Fachberatung durch den „Bio-Mann“ im Obstbereich und einem Sommelier in der Weinabteilung. .Da verkaufen gelernte Köche hinter der Fleischtheke, weil Trabold weiß „nur wer kochen kann, kann auch Fleisch verkaufen“. Wie ernst es erfolgreiche Lebensmittelhändler mit der innerbetrieblichen Schulung von Mitarbeitern nehmen, zeigte auch die kürzlich abgehaltene Olivenölschulung. Dabei wurde den Verkäuferinnen und Verkäufern erklärt, welches der 60 angebotenen Olivenöle welche Eigenschaften aufweist und es wurde verkostet, wie diese Unterschiede geschmacklich erfahrbar sind. Die Geschichte von der Olivenölschulung macht deutlich, dass innerbetriebliche Weiterbildung vor allem einen Transfer erfordert: Das Wissen, das in einem bestimmten Kopf schon vorhanden ist (meist ist das der Kopf des Chefs oder der Chefin) muss in viele andere Köpfe hinein. Wenn im Ergebnis jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Hälfte des Wissens von Chef oder Chefin aufnimmt, dann haben alle gewonnen.

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